Die Starship Factory als FabLab

Letzte Aktualisierung am 10. Juni 2014.

Wer sich mit Themen wie 3D-Drucken, CNC-Fräsen und Lasercutten beschäftigt, hat vielleicht bereits den Begriff «FabLab» gehört. FabLabs, und somit auch die Starship Factory, sind Makerspaces mit der Grundidee, dass dort jeder so gut wie alles selber herstellen kann. Um dies zu erreichen setzen FabLabs im Wesentlichen auf drei Verfahren: 3D-Drucken, Lasercutten und CNC-Fräsen.

 
PLA-Filament von der Rolle für den 3D-Druck
In der Starship Factory haben wir bereits zwei 3D-Drucker und planen die Anschaffung von Lasercutter und CNC-Fräse. Ergänzend zur FabLab-Idee stellen wir auch andere Geräte zur Verfügung, wie zum Beispiel eine Textilpresse zum Bedrucken von T-Shirts, eine Lötecke oder eine Nähmaschine. Welche Geräte angeschafft werden, hängt davon ab, wie unser basisdemokratisch organisiertes Plenum aller Vereinsmitglieder entscheidet.

Zugang zu den Geräten der FabLabs bekommen Privatpersonen oder Firmen gegen einen Unkostenbeitrag und Einweisung in die Nutzung. Die FabLabs müssen dabei mindestens für einen Teil der Zeit auch für Nichtmitglieder offen stehen. Die Offenheit ist uns sehr wichtig und deshalb auch in unseren Vereinsstatuten verankert.

Außer Zugang zu den Maschinen bieten FabLabs aber noch mehr. Neben dem Austausch mit Gleichgesinnten können z.B. Workshops besucht oder selber angeboten werden. Der Austausch zwischen Spezialisten, Anfängern und Neugierigen, bietet allen eine Möglichkeit, miteinander zu lernen und aneinander zu wachsen.

Das friedliche Miteinander ist in der FabLab-Charta geregelt, die in jedem FabLab aushängt. Neben der FabLab-Charta hat die Starship-Factory weitere Regeln aufgestellt, die insbesondere den respektvollen Umgang miteinander festlegen und eine Anti-Harassment-Policy beinhalten, damit sich sämtliche Nutzer des FabLabs bei uns wohlfühlen können.

Da es in FabLabs nicht darum geht, dass jeder für sich das Rad immer wieder neu erfindet, sondern dass voneinander gelernt werden darf, haben FabLabs den Anspruch, die dort erstellten Dinge offen zugänglich zu dokumentieren. So kann nicht nur vor Ort voneinander gelernt werden, sondern auch weltweit. Die FabLabs sind dazu international durch die Dachorganisation Internationale FabLab Association, gegründet 4. Juli 2011 in der Schweiz, miteinander vernetzt.

Hunderte von FabLabs existieren mittlerweile in vielen Städten weltweit. In der Schweiz gibt es neben der Starship-Factory in Basel z.B. auch das FabLab Zürich oder das FabLab Luzern. Durch die gemeinsame Basis der vorhandenen Geräte und Projekte kann nach einem Umzug relativ problemlos zu einem anderen FabLab gewechselt werden. Wie gut ein FabLab ausgerüstet ist und wie sehr die Grundsätze realisiert wurden, lässt sich am Ranking erkennen, welches einer Selbsteinschätzung der FabLabs entspricht.

Noch sind wir als FabLab nicht offiziell registriert. Wir werden uns aber, sobald wir uns fertig eingerichtet haben, ebenfalls in die Liste der FabLabs dieses Planeten eintragen.

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