Neu in unserer 3D-Druck-Ecke: ein Sunlu FilaDryer S4. Der Filamenttrockner bringt feuchtes Filament wieder in Form und hält es trocken, während gedruckt wird.

Warum Filament trocknen?
Die meisten Filamente ziehen Feuchtigkeit aus der Luft. Das sieht man einer Spule nicht an, aber man merkt es beim Drucken: Die Düse knistert und zischt, weil das Wasser im Hotend verdampft, es gibt Fäden und Blasen, die Oberfläche wird rau und die Schichten haften schlechter aneinander. Besonders empfindlich sind Nylon (PA), TPU, PETG und PC, aber auch PLA, das eine Weile offen herumlag, druckt nach dem Trocknen spürbar besser.
Bei uns teilen sich viele Leute die Spulen, und nicht jede kommt nach dem Druck gleich wieder in den Beutel. Ein Trockner war deshalb schon lange auf der Wunschliste.
Was der FilaDryer S4 kann
- Vier Spulen auf einmal: In die Kammer passen bis zu vier 1-kg-Spulen, mit 1,75 mm, 2,85 mm oder 3,0 mm Filament.
- Bis 70 °C: Die Temperatur lässt sich zwischen 35 °C und 70 °C einstellen und wird laut Sunlu auf ±3 °C gehalten. Damit reicht es auch für anspruchsvollere Materialien wie Nylon oder PC.
- Gleichmässige Wärme: Ein PTC-Heizelement mit Gebläse am Boden und zwei seitliche Lüfter verteilen die warme Luft in der ganzen Kammer, damit alle vier Spulen gleich trocken werden.
- Profile für gängige Materialien: Für PLA, PETG, ABS, TPU, PC und PA gibt es vorbereitete Trocknungsprofile. Temperatur und Dauer kannst du auch selbst festlegen.
- Feuchtigkeitsautomatik: Ein Sensor misst die Luftfeuchtigkeit in der Kammer und zeigt sie auf dem Display an. Im Automatikmodus startet der Trockner von selbst, sobald ein eingestellter Wert zwischen 30 % und 50 % überschritten wird, und hört bei 25 % wieder auf. So wird er zur trockenen Aufbewahrungsbox für angebrochene Spulen.
- Drucken direkt aus dem Trockner: Über PTFE-Anschlüsse läuft das Filament direkt zum Drucker, während es weiter trocken gehalten wird, bis zu vier Drucker gleichzeitig.
- Sicherheit: Neben der Softwareüberwachung schaltet ein mechanischer Temperaturschalter ab, falls etwas schiefgeht.
Wofür wir ihn einsetzen
- Spulen retten: Filament, das knistert oder Fäden zieht, kommt vor dem Druck ein paar Stunden in den Trockner.
- Lange Drucke: Bei Drucken, die über Nacht oder über mehrere Tage laufen, etwa auf dem Prusa XL, kann das Filament direkt aus dem Trockner gezogen werden und nimmt unterwegs keine Feuchtigkeit auf.
- Technische Filamente: Nylon, TPU und PC drucken eigentlich nur trocken sauber. Mit dem S4 lohnt es sich, diese Materialien auszuprobieren.
- Aufbewahrung: Im Feuchtigkeitsmodus bleiben angebrochene Spulen zwischen den Drucken trocken.
Du willst mit deinem eigenen Filament drucken, das schon länger herumliegt? Bring es an einem unserer Öffnungsabende mit, dienstags und freitags ab 19:30 Uhr. Mehr zu unseren Druckern findest du auf der Seite zum 3D-Druck.