Säulen als Stützstruktur im 3D-Druck

Letzte Aktualisierung am 10. Juni 2014.

Im 3D-Druck werden Objekte üblicherweise erstellt, indem wie mit einer Heissklebepistole mehrere Schichten Plastik aufeinander aufgetragen werden. Das funktioniert mit Objekten, welche eine würfel- oder pyramidenähnliche Form haben hervorragend, doch wenn das Objekt mehr als nur Vorsprünge hat (Brücken zwischen Teilobjekten etc.), kann es notwendig werden, Stützstrukturen einzuarbeiten. Diese werden von den 3D-Slicerprogrammen wie z.B. Cura oder slic3r oft selbstständig erstellt. Es handelt sich dabei um weniger stark ausgeprägte Plastikstrukturen, welche nicht viel Druck aushalten (anders als die zum Objekt gehörenden Strukturen), aber genug Halt bieten, dass die Plastikfäden des Druckers darauf halten können und das Objekt druckbar wird.

Mit den automatisch erzeugten Stützstrukturen kann bei viele Projekten bereits brauchbar gearbeitet werden. Allerdings benötigen die normalerweise erzeugten Stützklötze oder Rautenstrukturen relativ viel Plastik und auch Druckzeit.

Bei dieser Problematik setzt die Software, welche beim B9Creator-UV-Drucker mitgeliefert wird, an: statt einem Raster aus Vierecken werden hier Säulen gedruckt, welche nicht so viel Zeit und Plastik in Anspruch nehmen. Da ein gewisses Mass an Überhang im 3D-Druck akzeptabel ist, können diese Säulen praktisch in jeder Orientierung ausgedruckt werden und das 3D-Objekt zusammenhalten.

 
Die Software des b9creator erzeugt Säulen statt der herkömmlichen Rauten-Supportstrukturen, um Objekte druckbar zu machen, welche am unteren Ende nicht zusammen hängen.
Die Software des b9creator erzeugt Säulen statt der herkömmlichen Rauten-Supportstrukturen, um Objekte druckbar zu machen, welche am unteren Ende nicht zusammen hängen.

Wie man hier einfach erkennen kann, ist es im Anschluss an den Druck auch viel einfacher, die erzeugten Supportstrukturen (hier die Säulen) vom eigentlichen Objekt zu trennen, da sie, anders als beispielsweise angehängte Rautenstrukturen, nur eine sehr kleine Berührungsfläche haben.

Eine andere Software, welche diese Technik anwendet, ist Meshmixer. Wahrscheinlich wird sie jedoch bald auch im Rest der 3D-Druck-Software Anwendung finden.

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